Die Software von Iomega ermöglicht es, neben dem Parallel Port Zip-Laufwerk auch Drucker an den parallelen Port anzuschließen. Die Druckerhersteller haben hierbei eine neue Methode dafür entwickelt, den Druckerstatus auf dem Bildschirm anzuzeigen. Diese Methode erfordert eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem Drucker und dem Computer. Beide Geräte kommunizieren daher zur selben Zeit mit dem Computer, was zur Zerstörung von Daten und zum Absturz des Computers führen kann. Diese Probleme lassen sich normalerweise dadurch beseitigen, daß das Statusfenster oder die bidirektionale Kommunikation des Druckers abgeschaltet wird.
So bearbeiten Sie die Systemdateien...
- Klicken Sie auf Start (Datei in Windows 3.1x) und anschließend auf Ausführen. Geben Sie im Feld Öffnen (Befehlszeile unter Windows 3.1x) SYSEDIT ein, und klicken Sie dann auf OK.
- Laden Sie die Datei SYSTEM.INI. Geben Sie in dieser Datei zwei Semikola (;;) vor den Zeilen mit den in diesem Dokument genannten Treibern ein.
- Laden Sie die Datei WIN.INI. Geben Sie in dieser Datei zwei Semikola (;;) vor den Zeilen mit den in diesem Dokument genannten Treibern ein.
- Wählen Sie Datei und anschließend Beenden. Speichern Sie die Datei, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Starten Sie anschließend Ihren Computer neu.
Canon-Drucker...
Diese Drucker verwenden einen Treiber, der mit dem Zip-Laufwerk inkompatibel ist. Bei Verwendung dieser Treiber dürfen außer dem Drucker keine weiteren Geräte an den parallelen Port angeschlossen werden. Sie beheben das Problem, indem Sie die Treiber für den Drucker deaktivieren.
Canon BJ-610
Geben Sie vor den folgenden Zeilen im Abschnitt [386Enh] in der Datei SYSTEM.INI zwei Semikola (;;) ein: DEVICE=WPSRCOM,386, DEVICE=WSPCREM.386 und DEVICE=CANON BJ-610, WPSCR, LPT1
Canon BJC-610
Geben Sie vor den folgenden Zeilen im Abschnitt [386Enh] in der Datei SYSTEM.INI zwei Semikola (;;) ein: DEVICE=WPSRCOM,386, DEVICE=WSPCREM.386 und DEVICE=WPSRBND.386
Geben Sie in der Datei WIN.INI vor den Zeilen LOAD=WPSLOAD.EXE und DEVICE=CANON BJC-610, WPSCR, LPT1 zwei Semikola (;;) ein.
Canon BJC-620
Geben Sie vor den folgenden Zeilen im Abschnitt [386Enh] in der Datei SYSTEM.INI zwei Semikola (;;) ein: DEVICE=WPSRCOM,386, DEVICE=WSPCREM.386 und DEVICE=WPSRBND.386
Geben Sie in der Datei WIN.INI vor den Zeilen LOAD=WPSLOAD.EXE und
DEVICE=CANON BJC-620, WPSCR, LPT1 zwei Semikola (;;) ein.
Nach der Deaktivierung dieser Zeilen wird das Zip-Laufwerk funktionieren, der Drucker aber nicht. Um die Druckfunktionen wiederherzustellen, entfernen Sie die Semikola in den Dateien WIN.INI und SYSTEM.INI und starten Windows neu. Eine alternative Lösung besteht in der Installation der Treiber für das Druckermodell Canon BJC-600e, sofern Sie das Modell Canon BJC-610 oder BJ-610 einsetzen. Wenn Sie das Modell BJC-620 verwenden, installieren Sie die Canon BJC-210-Treiber. Hierdurch wird der gleichzeitige Zugriff auf das Zip-Laufwerk und den Drucker ermöglicht. Der Drucker unterstützt dann jedoch nur noch eine Auflösung von 360 dpi (anstelle von 720 dpi).
Canon Multi-Pass 1000
Dieser Drucker kann nicht zusammen mit dem Parallel Port Zip-Laufwerk verwendet werden. Damit Sie das Zip-Laufwerk benutzen können, stellen Sie die Druckerausgabe auf FILE ein. Damit Sie den Drucker benutzen können, stellen Sie die Druckerausgabe auf LPT1 ein. Gehen Sie unter Windows 95 folgendermaßen vor, um die Druckerausgabe von FILE auf LPT1 und umgekehrt zu ändern.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz, und wählen Sie dann Eigenschaften. Klicken Sie als nächstes mit der rechten Maustaste auf das Symbol für den Canon-Drucker, und wählen Sie Details.
- Klicken Sie im Feld Anschluß für die Druckausgabe auf den Pfeil nach unten, und wählen Sie File. Klicken Sie zum Schluß auf OK.
Das Zip-Laufwerk funktioniert jetzt korrekt. Um wieder den Drucker zu benutzen, wiederholen Sie die genannten Schritte und wählen anstelle von FILE in Schritt 2 LPT1 aus.
OKIDATA 600e
Geben Sie vor der folgenden Zeile im Abschnitt [BOOT] in der Datei SYSTEM.INI zwei Semikola (;;) ein: COMM.DRV=INSYTHCOMM.DRV. Fügen Sie direkt unterhalb dieser Zeile die Zeile COMM.DRV=COMM.DRV hinzu. Geben Sie im Abschnitt [386Enh] vor der Zeile DEVICE=OKIPORT.386 zwei Semikola (;;) ein.
Geben Sie in der Datei WIN.INI vor den Zeilen LOAD=C:WINDOWS\SYSTEM\STATMON.EXE und DEVICE=OL600E, OKIGDI, LPT1 zwei Semikola (;;) ein.
Lexmark-Drucker...
Die Lösung für Windows 95...
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol Arbeitsplatz, und doppelklicken Sie anschließend auf das Symbol Drucker.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Lexmark-Druckersymbol, und wählen Sie dann Eigenschaften.
- Wählen Sie Details und Spool-Einstellungen. Wählen Sie dann Bidirektionale Unterstützung deaktivieren.
Die Lösung für Windows 3.1x...
Geben Sie vor der folgenden Zeile im Abschnitt [386Enh] in der Datei SYSTEM.INI zwei Semikola (;;) ein: DEVICE=LEX01.386.
HP-Drucker
HP 4s, 4+, 4v, 4si, 4l, 4p und 5p...
Das Statusfenster muß für diese Drucker über den Ausführen-Befehl deaktiviert werden. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
1. Methode
Klicken Sie auf Start (Datei in Windows 3.1x) und anschließend auf Ausführen. Geben Sie im Feld Öffnen (Befehlszeile unter Windows 3.1x) C:\WINDOWS\DINSTALL -FDINSTALL.INS ein, und klicken Sie dann auf OK.
2. Methode
Geben Sie in der Datei WIN.INI vor der Zeile LOAD=HPSW.EXE zwei Semikola (;;) ein. Geben Sie im Abschnitt [SPOOLER] vor der Zeile QP.LPT1=HPLJ4QP.DLL zwei Semikola (;;) ein.
Jetzt funktioniert sowohl der HP-Drucker als auch das Zip-Laufwerk. Die vorgenommenen Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Drucker, sondern deaktivieren nur das Statusfenster, das sonst aufgerufen und den aktuellen Druckerstatus anzeigen würde. Einige HP-Drucker besitzen auch ein Deinstallationssymbol in der Programmgruppe des Druckers, über das die Deaktivierung des Druckerstatusfensters ebenfalls möglich ist.
HP 5L
Für die Installation dieses Druckers sind zwei Optionen verfügbar, HOST und PCL. Wenn die Standardoption HOST gewählt wurde, muß der Drucker deinstalliert und anschließend mit der Option PCL neu installiert werden. Die Auswahl der entsprechenden Treiber ist nur bei einer benutzerdefinierten Installation möglich.
Für Windows 95...
- Trennen Sie den Drucker vom Computer bzw. vom Zip-Laufwerk.
- Wählen Sie Start, Einstellungen und anschließend Drucker.
- Klicken Sie einmal auf das Symbol für den HP 5L, und drücken Sie die Taste Entf. Wenn Sie vom System gefragt werden, ob Dateien gelöscht werden sollen, die nur von diesem Drucker benutzt werden, wählen Sie Ja bzw. OK. Starten Sie den Computer neu, ohne den Drucker erneut anzuschließen.
- Benutzen Sie nach dem Start des Computers die 5L-Installationsdiskette zur erneuten Installation. Wählen Sie bei der Frage nach dem Installationstyp Custom [Benutzerdefiniert] und anschließend PCL Mode [PCL-Modus].
Für Windows 3.1x...
Doppelklicken Sie innerhalb der HP-Programmgruppe auf das Symbol für das Deinstallationsprogramm. Hierdurch werden die Treiber entfernt. Führen Sie jetzt zur Neuinstallation des HP 5L im PCL-Modus die folgenden Schritte aus:
- Schließen Sie alle Anwendungen, bis nur noch der Programm-Manager läuft.
- Legen Sie die Diskette HP LASERJET 5L PRINTING SOFTWARE #3 in Ihr Diskettenlaufwerk ein.
- Doppelklicken Sie auf Systemsteuerung.
- Doppelklicken Sie auf Drucker und anschließend auf Drucker hinzufügen.
- Wählen Sie aus der Druckerliste die Option Nicht aufgeführter oder aktualisierter Drucker, und klicken Sie auf Installieren.
- Geben Sie den Laufwerksbuchstaben des Diskettenlaufwerks ein, in dem die HP-Installationsdiskette liegt, und klicken Sie auf OK. Auf dem Bildschirm sollte jetzt HP LaserJet 5L (PCL) zu lesen sein. Klicken Sie anschließend auf OK.
Falls das Problem immer noch besteht, setzen Sie vor die Zeile LOAD=HPLJ5W.EXE in der Datei WIN.II zwei Semikola (;;). Setzen Sie auch vor die Zeile QP.LPT1??? im Abschnitt [SPOOLER] zwei Semikola (;;). Weitere Informationen über die Neuinstallation der Druckertreiber finden Sie im .
Der Druckertreiber HP LaserJet 5L PCL ist jetzt installiert. Stellen Sie ihn mit den üblichen Windows-Methoden auf den richtigen LPT-Anschluß und als Standarddrucker ein. Falls Sie diesen Drucker nicht installieren bzw. nicht erneut installieren können, wenden Sie sich an die technische Unterstützung von HP, um Hilfe für die Einrichtung des Druckers im PCL-Modus zu erhalten.
Für DOS...
Geben Sie an der Eingabeaufforderung C:\ den Befehl EDIT AUTOEXEC.BAT ein, und drücken Sie anschließend die Eingabetaste. Geben Sie vor jeder Zeile, in der HPJUTIL vorkommt, REM ein. Geben Sie beispielsweise folgendes ein: REM C\HPJUTIL\??? oder REM C:\HPLUTIL\???.
HP 5P, 5M, 6P, 6M, DeskJet 600c und DeskJet-Drucker...
Für diese Drucker liefert HP eine neue Statusüberwachungsfunktion. Die Programmdatei heißt HPPROPTY.EXE und wird über HP ADMIN in der Systemsteuerung geladen. Das Programm ist speicherresident und überwacht den parallelen Port fortlaufend, um den Druckerstatus festzustellen. Es sind zwei Methoden möglich, um HPPROPTY.EXE zu deaktivieren. Bei beiden Verfahren wird nur die Statusüberwachung (und nicht der Drucker) deaktiviert.
Temporäre Lösung...
Drücken Sie vor dem Zugriff auf das Zip-Laufwerk die Tasten STRG+ALT+ENTF. Markieren Sie im Task-Manager von Windows 95 HPPRPPTY, und klicken Sie dann auf Task beenden.
Dauerhafte Lösung...
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol Arbeitsplatz. Öffnen Sie den Ordner Windows, und anschließend den Ordner System. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei HPPROPTY.EXE, und benennen Sie sie in HPPROPTY.BAK um.
Andere Lösungen für HP...
Falls die Deinstallation der Statusüberwachung das Problem nicht beseitigen sollte, gibt es noch eine Lösung für das Kompatibiltätsproblem hinsichtlich der HP-Druckerserie, die die Bearbeitung der .II-Datei für den HP-Drucker im Windows-Verzeichnis beinhaltet. Für dieses Beispiel hier wird der HP 855 C verwendet, während die INI-Datei HPRDJC02.INI heißt. Der Name der INI-Datei variiert bei den verschiedenen Druckermodellen (z. B. HPDJ850C.INI, HPLJ4.INI). Über die entsprechende Bearbeitung dieser Datei können der bidirektionale Modus und die Statusüberwachung deaktiviert werden.
- Öffnen Sie die INI-Datei im Editor.
- Suchen Sie im ersten Abschnitt der INI-Datei nach der Zeile 2DSMEnabled=0200, und ändern Sie diese auf 2DSMEnabled=000. Hierdurch wird die Statusüberwachung deaktiviert.
- Suchen Sie nach dem Abschnitt [COMMON] und nach der Zeile 0Bidi=0100. Ändern Sie diese Zeile in 0Bidi=0000. Hierdurch wird der bidirektionale Modus des Druckers deaktiviert.
- Wählen Sie Datei und anschließend Beenden. Speichern Sie die Datei, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Starten Sie zum Schluß den Computer neu, damit die Änderungen wirksam werden.
Diese Methode hat mit den von uns getesteten HP-Druckern funktioniert. Sollte Ihr Problem dadurch nicht behoben werden, installieren Sie einen zweiten parallelen Port oder wenden sich an die technische Unterstützung von HP.